Ohrakupunktur
Seit über 2000 Jahren wird die Reizung des Ohrs zur Behandlung von Schmerzen*) eingesetzt. Diese Heilmethode war bis zum 19. Jahrhundert in Europa weit verbreitet. In China hat es die Ohrakupunktur nur während der Tang-Dynastie (618-907) gegeben. Aus dieser Zeit sind 20 Ohrpunkte bekannt. Zugunsten der Körperakupunktur im Rahmen der TCM wurde die Ohrakupunktur in China jedoch aufgegeben.*) Aktuelle Information: hhttp://idw-online.de/pages/de/news132866
Die heute gebräuchliche Methode geht auf den französischen Arzt Paul F. M. Nogier zurück. Die von ihm durchgeführten Studien in den 50er Jahren belegen, dass sich auf der Ohrmuschel diverse Reflexpunkte befinden. Seine Erkenntnisse verbreiteten sich rasch. Selbst in China wurde die Ohrakupunktur auf der Basis von Dr. Nogier wieder aufgenommen.

Mit Nadeln werden am Ohr Punkte gereizt, die mit Körperzonen oder Organen in Verbindung stehen. Entsprechend der Vorstellung von einem Embryo, der in der Ohrmuschel liegt (der Kopf beim Ohrläppchen, die Beine am oberen Rand), sind die "Organpunkte" über das Ohr verteilt. Inzwischen sind insgesamt 141 Punkte bekannt.
Die motorischen Punkte eignen sich bei Störungen wie Wirbelsäulen- und Gelenksproblemen sowie Muskelschmerzen.
SSensible Punkte werden bei vegetativen Störungen und Organbeschwerden angewandt.

NNeben den üblichen (extradünnen) Akupunkturnadeln werden bei der Ohrakupunktur auch andere Hilfsmittel verwendet, so z.B. Körner, Magneten, Dauernadeln oder auch Moxa.

( Magneten, Körner und Dauernadeln )
